Ich gehe für mein Leben gerne ins Kino. Ehrlich! Wenn es das Programm hergibt, dann bin ich jede Woche in einem neuen Film. Mein Freund und ich haben dem regelmäßigen Kinobesuch sogar einen ganzen Tag gewidmet. Den Kino-Dienstag.

Dienstag ist ein wunderbarer Kinotag: Es ist längst nicht so voll wie am Wochenende, die Preise sind für gewöhnlich günstiger und – seien wir ehrlich – es hat noch nie ein Fernsehprogramm an einem Dienstag gegeben, das mit einem guten Kinofilm hätte mithalten können. Wenn du also das nächste Mal den perfekten Tag für einen Ausflug ins Kino suchst… Es ist der Dienstag!

Dass dieser März nun gerade einmal vier Dienstage hat, stellt mich vor eine echte Zereißprobe. Das Kinoprogramm schert sich nämlich nicht um (m)eine perfekte Planung. Es ist nicht zu übersehen, dass die Kinosaison 2016/17 auf ihr Ende zugeht, so viele Blockbuster präsentieren die Filmstudios in diesem Monat. Ein letztes Mal vor dem Sommerloch gibt es das Komplettpaket aus Marvels Superhelden, Animationsfilmen, Märchen und SciFi. Hier kommen meine Kino-Favoriten für den März 2017!

Logan – The Wolverine (2. März)

Der dritte Wolverine-Einzelfilm der mittlerweile zehnteiligen X-Men-Reihe setzt schon mit seinem Titel einen klaren Schwerpunkt. Es geht um Logan, den einfachen Mann hinter dem Super-Mutant Wolverine. Nachdem X-Men Origins: Wolverine und Wolverine: Weg des Kriegers von Logans Vergangenheit berichten, zeigt Logan: The Wolverine nun was nach der ursprünglichen X-Men Trilogie aus dem Titelhelden und der Welt der Mutanten geworden ist.

In Logan: The Wolverine sind Logan und Professor Charles Xavier die einzigen überlebenden X-Men in einer Zukunft, in der seit Jahren keine neuen Mutanten geboren worden sind. Wieso? Das weiß keiner so recht. Vermutlich waren die Mutanten nur eine schlechte Laune der Natur, ein Fehler Gottes – glaubt zumindest Logan. Bis plötzlich ein kleines Mädchen auftaucht. Ein Mädchen, das genauso ist wie Logan…

Eines ist auf jeden Fall klar: In Anbetracht dieser verzweifelten Ausgangssituation, werde ich den Film wohl kaum ohne eine Handtasche voller Taschentücher sehen können! Insbesondere auch weil der Trailer mit seiner düsteren Musik und der verdächtigen Schaufel in Logans Hand vermuten lässt, dass mit Logan – The Wolverine ein besonders trauriger Film aus dem Marvel-Universum in die Kinos kommt.

Nachdem der letzte Film der Reihe X-Men: Apocalypse eine ziemliche Pleite war – ich hatte zeitweise sogar vergessen, dass ich ihn überhaupt gesehen hatte -, kann es jetzt nur noch besser werden. Ich erwarte eine Geschichte mit klassischer Superhelden-Action, einem unberechenbaren Antagonisten und mindestens einem Helden, der am Ende seiner Kräfte Großes leistet und damit zu Tränen rührt.

Die Schöne und das Biest (16. März)

Es ist immer wieder bezaubernd, wenn ein altes Märchen in neuem Gewand auf die große Leinwand kommt. Okay… Manchmal ist es auch auf eine trashige Art und Weise witzig (Hänsel und Gretel – Hexenjäger) oder eine faszinierend düstere Neuinterpretation (Maleficent). Solche Überraschungen sind bei der neusten Märchenadaption aus dem Hause Disney aber nicht zu erwarten. Sei zu Gast in dem Film mit dem vermutlich höchsten Wohlfühlfaktor, den dieser März zu bieten hat: Die Schöne und das Biest.

Nach La La Land ist Die Schöne und das Biest schon das zweite Musical, das es in diesem Jahr in die deutschen Kinos schafft. Erzählt wird die Geschichte von Belle – perfekt besetzt mit der hinreißenden Emma Watson -, die sich freiwillig in die Gefangenschaft des Biests begibt, um ihren Vater zu retten. Es ist die zauberhafte Geschichte von einem verfluchten Prinzen, der nur durch die wahre Liebe gerettet werden kann. Du weißt genauso gut wie ich, wie das Ganze ausgehen wird ;-)

Ich für meinen Teil freue mich riesig auf die altbekannten (und auch drei neue!) Lieder des Zeichentrickklassikers und ganz besonders auch auf das liebenswerte Schlossinventar – Tassilo ist einfach zum Knuddeln!

Wenn Logan wirklich so traurig wird, wie ich es erwarte, dann ist Die Schöne und das Biest das perfekte Trostpflaster!

Power Rangers (23. März)

Diesen März stecke ich in keinen Film so hohe Erwartungen wie in Power Rangers. Wenn du wie ich ein Kind der 90er bist, dann kennst du sicherlich die Serie mit den wohl schlechtesten Effekten, die das Jahrzehnt zu bieten hatte. Die Dialoge waren platt, die Helden klischeehaft und die Antagonisten katastrophal kostümiert. Ich habe die Serie geliebt!

Nichtsdestotrotz möchte ich die Power Rangers auf keinen Fall in ihrer 90er Jahre Gestalt im Kino sehen. Was ich mir erhoffe, ist ein spannender Plot wie aus einem Marvel-Superheldenfilm, kombiniert mit einer Gruppe sympathischer Außenseiter. Quasi The Avengers trifft auf Maze Runner. Schon mal sicher ist, dass die Antagonistin nicht länger in einem klobigen Plastikkostüm steckt. Wenn das kein gutes Zeichen ist?

In der Neuverfilmung der Power Rangers erwecken Jason, Kimberly, Billy, Trini und Zack versehentlich eine außerirdische Kreatur. Eine Begegnung, die nicht folgenlos bleibt. Schon bald bemerken die Freunde Veränderungen an sich. Ungeahnte Kräfte. Geschwindigkeit…

Viel zu schnell müssen sie lernen, diese Fähigkeiten zu beherrschen, denn schon bald mobilisiert das Alien eine ganze Armee. Sie kennt nur ein Ziel: Die Vernichtung der Menschheit.

Ghost in the shell (30. März)

Ghost in the shell ist die Verfilmung eines Animes von 1995 – wie es aussieht, liegen die 90er wieder im Trend! In einer dystopischen Zukunft leitet Major Motoko Kusanagi die Eliteeinheit Sektion 9 im Kampf gegen Kriminalität und Extremismus. Das Besondere an Major ist aber gar nicht ihr Job. Major ist ein Mensch-Maschine-Hybrid, die Erste ihrer Art. Und damit der perfekte Soldat.

In Ghost in the Shell macht sich Major auf die Suche nach dem Puppet Master, einen mysteriösen Hacker, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Cyber-Technologien des Konzerns Hanka Robotics zu vernichten. Cyber-Technologien, wie sie auch zu großen Teilen Majors Körper bilden.

Mit vielleicht dreizehn Jahren habe ich mir den Anime in der Videothek ausgeliehen (lang, lang, ist’s her…). Nach der Hälfte des Films habe ich aufgegeben. Zu meiner Schande war ich mit dreizehn einfach noch nicht bereit für Cyberpunk. Jetzt aber bin ich sehr gespannt auf die Neuinterpretation der Geschichte. Und darauf, ob es am Ende wohl eine Antwort geben wird auf die Frage: Ist Motoko Kusanagi noch ein Mensch oder nur noch eine Maschine?

The Boss Baby (30. März)

Was jetzt noch fehlt auf meiner März-Liste ist ein Animationsfilm. Wie könnte es anders sein? Auch das hat der Kinomonat zu bieten!

The Boss Baby aus dem Hause DreamWorks (Trolls, Die Hüter des Lichts) erzählt die Geschichte des 7-jährigen Tim Templeton und seines Bruders – ein Baby, das man nur Boss-Baby nennt und das wie alle Babys die Angewohnheit hat, die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern auf sich zu ziehen. Umso verständlicher ist es, dass Tim den kleinen Bruder mit Argusaugen beobachtet. Schnell stellt er fest, dass das Boss-Baby in eine Verschwörung verwickelt ist – und dass es auch ein Baby manchmal faustdick hinter den Ohren haben kann.

Die Gegenüberstellung der beiden grundverschiedenen Brüder könnte an den Humor anknüpfen, mit dem schon Alles steht Kopf! gespielt hat. Ich habe da gerade insbesondere die Szene im Kopf, in der die gesamte Familie gemeinsam am Esstisch sitzt und ihren eigenen Gedanken nachhängt: Ich will kein Brokkoli! – Tor! Tor! Tor! – Dieser wunderschöne Mann… Einfach göttlich!

Wenn The Boss Baby auch nur halb so lustig ist, dann wird er sich schon lohnen!

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